CAMERA OBSCURA // MY MAUDLIN CAREER
CAMERA OBSCURA
Mit ihrem Talent für unbeschwerten, charmanten Pop und der klaren, hohen Mädchenstimme von Tracyanne Campell avancierte die Band aus Glasgow zu erklärten Lieblingen des unvergessenen Radio-DJs John Peel. Aber trotz dessen Unterstützung und viel Kritikerzuspruchs für das von Belle & Sebastians Stuart Murdoch produzierte Debütalbum blieben Camera Obscura nur ein Geheimtipp. Daran änderte sich auch nichts nach den folgenden Alben. Nun stehen die Schotten bei 4AD unter Vertrag, was Hoffnung macht, dass sie diesmal ein größeres Publikum finden, gleichwohl ihre Musik auch auf Album Nr. 4 nicht gerade um Aufmerksamkeit wirbt. Im Gegenteil: My Maudlin Career kommt auf leisen Sohlen mit Songs so weich wie Wattebäusche, mit Frühlingsstimmung in jeder Harmonie und viel Sixties-Kolorit. Vor allem der Girl-Group-Sound der 60er scheint strahlend-hell durch Tracyanne Campells Gesang, die luftig leichten Melodien und die mit Streichern, Glöckchen, Bläsern und allerhand Klingklang verzierten Arrangements, die manchmal gar nicht so weit entfernt sind vom Belle & Sebastian-Sound. Aber ob das für den Durchbruch reicht
Volkard Steinbach

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